Aufschlagen, nachschlagen, zuschlagen – vom Buch zum rechten Terror

Am 11.01.2020 gehen wir als Kollektiv “IfS dichtmachen” wieder in Schnellroda (Saalekreis) auf die Straße. Wir werden erneut gegen die selbsternannte “Winterakademie” des “Instituts für Staatspolitik” (IfS) demonstrieren und unseren antifaschistischen Widerstand gegen ihre faschistische Propaganda deutlich machen.

Denn wie gefährlich das IfS tatsächlich ist, spiegelt sich nicht zuletzt in den Produkten des angeschlossenen Antaios-Verlages wider. Das Verlagsprogramm macht deutlich, dass die pseudo-intellektuelle Beschäftigung mit völkisch-esoterischen Wahngebilden wie dem “Großen Austausch” oder der “ethno-kulturellen Identität” leider nicht folgen- oder tatenlos bleibt. Tatsächlich werden bei Antaios Bücher verlegt und übersetzt, die die Rechtsterroristen der vergangenen Jahre und Monate entweder direkt inspiriert oder ihre zentralen Begrifflichkeiten popularisiert haben. So hatte der Massenmörder von Christchurch eben nicht nur eine rassistische Grundhaltung, sondern war explizit Anhänger der von der “Neuen Rechten” vertretenen Verschwörungstheorie des “Großen Austausch”. Er glaubte an einen festen Plan zum Austausch der Europäer*innen – und er wähnte sich deshalb im Krieg.

Und die vermeintliche Bestätigung dafür können sich alle gewalttätigen Faschist*innen bei Antaios abholen: Deshalb wird mit Renaud Camus “Revolte gegen den Großen Austausch” dort das zentrale Buch dafür verlegt. Ähnliches gilt für einen mutmaßlich Helfer des Mördes von Walter Lübcke, der dessen Namen im vom Antaios verlegten Pirincci-Buch markierte. Oder möglichen Fans von Anders Behring Breivik, dessen Idol mit dem Blogger “Fjordman” ebenfalls in Kubitscheks Verlag zu finden ist.

Wir sehen also: Das IfS gibt sich vielleicht als “Denkfabrik” und hat dementsprechend auch das Thema “Lesen” für die diesjährige Akademie gewählt, ist aber eine Fabrik der Gewalt. Die “Neue Rechte” behauptet, gewaltlos lesen zu wollen, verbreitet aber tödliche Ideologie. Die völkischen Traktate von Kubitschek, Semlitsch und Kaiser stehen nicht im luftleeren Raum – sie sollen Anleitung zur Errichtung einer faschistischen Ordnung sein und es gibt zu viele Menschen, die schon jetzt zur Tat übergehen.

Deshalb wollen wir in Schnellroda, einem Zentrum dieser “Neuen Rechten”, dem etwas entgegensetzen. Wir lassen nicht zu, dass sie ihre menschenverachtende Politik hier verbreiten können. Wir kämpfen gegen die Ideologie des rechten Terrors und freuen uns auf viele solidarische Antifaschist*innen am 11.01.2020!

Ablauf:

  • 12.30 Uhr – Anreise  -> Schnellroda
    • Halle/Saale Hbf – Ernst-Kamieth-Straße
  • 13 Uhr Mahnwachen in Schnellroda
    • Oberdorf/Müchelstraße
    • Oberdorf/Lindenstraße
  • 14.30 Uhr Demo
    • Start: Straße der LPG/Oberdorf
  • 16.30 Uhr Rückfahrt -> Halle/Saale

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