Gegen das Fascho-Sommerfest

Vom 3.-5.7. sehen wir uns in Erfurt, um gegen den Bundesparteitag der AfD zu protestieren & eine Woche später dann in Schnellroda – am 11. Juli ab 14 Uhr in Schnellroda!
Weitere Infos folgen in den nächsten Wochen, aber haltet euch das Datum schon mal frei!
Sommer, Sonne, Antifa.

Aufruf: Fascho-Sommerfest in Schnellroda? Widersetzen!

Am 11. und 12. Juli wird wieder das jährliche Sommerfest des faschistischen Verlag Antaios in Schnellroda (Saalekreis) stattfinden. Es geht von Samstag auf Sonntag und zieht bis zu 600 völkische Aktivist*innen, Burschenschafter, AfD-Politiker*innen, faschistische Funktionär*innen und militante Neonazis an.

Kubitschek hat als Veranstalter bereits einige „Stargäste“ angekündigt, die dort Bücher signieren oder Redebeiträge halten sollen. So wird etwa Fabian Kutzki („Der Schattenmacher“) erwartet, der von einem Internet-Troll zum Antaios-Autoren wurde. Kutzki vertritt alle menschenverachtenden Positionen, die in der „Neuen Rechten“ wichtig sind und begrüßt in diesem antisemitischen Sinne etwa das Ende „jüdischen Einflusses“ in den USA. Darüber hinaus wird die Frau von Kurt Hättasch angekündigt, um sein „Hafttagebuch“ vorzustellen, welches als Buch bei Antaios erscheinen soll. Eigentlich geht es dabei nur um einige zusammengesetzte Online-Artikel, in dem der mutmaßliche Rechtsterrorist Hättasch darüber jammert, dass man nicht mal mehr in Ruhe eine Terrorzelle aufmachen kann. Aber der Antaios Verlag nimmt die Möglichkeit, Solidarität mit den rechtsterroristischen „Sächsischen Separatisten“ (Kurzform: SS) zu zeigen, gerne an und verdient damit auch gerne Geld. Außerdem werden noch die „Identitären“ Maximilian Märkl und Christian Illner erwartet, die nicht weiter spannend sind, außer dass Märkl als IB-Chef mehrere Jahre Mitglied der AfD war, was wieder einmal zeigt, dass der Abgrenzungsbeschluss absolut lächerlich ist (personell und inhaltlich). Bei Illner zeigt sich nur der Versuch der „Neuen Rechten“, sich als breit aufgestellt zu inszenieren (er selbst gibt den klischeehaften Waldschrat). Zuletzt sei noch Aron Pielka („Shlomo Finkelstein“) erwähnt, der ebenfalls seinen Volksverhetzungs-Vlog mit der Tätigkeit für den Antaios-Verlag kombiniert. Die eher bescheidene Auswahl zeigt allerdings, dass zwischen faschistischer AfD, Rechtsterrorismus und volksverhetzender Online-Bespaßung für Nazis sich eine Synergie entwickelt hat, die die aktive Faschisierung vorantreiben will und durch den Erfolg bei Wahlen auch vorantreiben kann.

Im Juli wollen sie das ca. 200 Einwohner*innen zählende Dorf in Sachsen-Anhalt in Beschlag nehmen, um angesichts des Rechtsrucks zu triumphieren, sich zu vernetzen und Propaganda zu verbreiten. Die Vernetzungstreffen in Schnellroda sind ein zentraler Kulminationspunkt für die völkische Szene geworden – hier versichert man sich der antisemitischen, rassistischen, sexistischen und queerfeindlichen Politik, vergibt Posten und nimmt Propagandamaterial, Talking Points und Kontakte mit nach Hause.

Und die Spickzettel, die Schnellroda für faschistische Funktionär*innen vorbereitet, haben es in sich: Rassistische Remigrationsfantasien, Abschaffung der Demokratie, völkischer Umsturz. Ein erfolgreiches Treffen in Schnellroda heißt also, dass die faschistischen Strukturen bundesweit profitieren: Hier werden Menschen in die Szene eingeführt und dabei unterstützt, völkische Stützpunkte aufzubauen und durch die AfD die Faschisierung voranzutreiben – nicht umsonst findet das Sommerfest eine Woche nach dem Bundesparteitag der AfD in Erfurt statt.

Für Antifaschist*innen gibt es also nichts zu feiern beim Sommerfest. Vielmehr gilt es, das ungestörte und gemütliche Zusammentreffen der Menschenfeind*innen unmöglich zu machen. 

Es ist an der Zeit, dass Schnellroda als bundesweites Problem in den Fokus genommen wird und der rechte Spuk rund um Götz Kubitschek endlich beendet wird.

Deshalb rufen wir dazu auf: Kommt am 11. Juli ab 14 Uhr in den Saalekreis und macht deutlich, dass Schluss ist mit der Fascho-Feierei. Keine Ruhe für das Sommerfest, denn wir widersetzen uns!