Rückblick – #sr1101

Als Kollektiv “IfS dichtmachen” wollen wir uns zuerst bei allen Teilnehmer*innen an unserer antifaschistischen Demonstration in Schnellroda bedanken – insbesondere bei denen, die direkt aus dem Ort der näheren Umgebung kommen und mit rechtsextremen Umtrieben in Schnellroda Tag für Tag konfrontiert sind. Darüber hinaus bedanken wir uns vielmals bei allen Antifaschist*innen, die aus der Gegend, von weiter weg angereist sind oder die Demonstration im Vorfeld beworben haben. Gemeinsam beweisen wir bei jeder Demo, dass Schnellroda eben kein ruhiges Hinterland für den Faschismus ist, der auf den Akademien vertreten wird.

Und die Reaktionen aus dem “IfS”-Umfeld haben dann auch gezeigt, wie aggressiv die Faschist*innen auf unseren Widerstand reagieren. Schon vor Beginn unserer Demonstration konnten sich die Rechtsextremen nicht zurückhalten und spamten Twitter mit offensichtlich dreist gelogenen Behauptungen zur Teilnehmer*innenzahl und mit menschenverachtenden Kommentaren zu. Dazu lässt sich generell sagen, dass man im “IfS”-Umfeld schon lange jegliche Hemmung fallen gelassen hat. Während der Demonstration wurde gelogen und verhetzt, nach der Demonstration wurde der klassische rechte Opfermythos ausgepackt. Es wurde gejammert, wir hätten Kubitschek “töten”, die Autos der Teilnehmer*innen anzünden, das Verlagsgebäude stürmen wollen. Zu dem seitenlangen Gejammere kam dann noch der Beitrag von Kubitschek höchstselbst: Er lässt die Öffentlichkeit wissen, dass unser Protest ihm egal ist – deshalb widmen sich 8 von 13 Absätzen seiner Nachbetrachtung unserer Demo und auch er weist natürlich darauf hin, dass wir faktisch kriminell wären. Das beweist wieder einmal, dass Kubitschek und Co. keinen Anlass brauchen, um erst brutale Feindseligkeiten rauszuposaunen und dann trotzdem über “linksextremistische Gewalt” zu fabulieren.

Das ist leider nicht nur mit der bekannterweise mangelhaften Lesekompetenz des “IfS” zu erklären, die auch mit dem Akademie-Thema “Lesen” offensichtlich keine Fortschritte gemacht hat, sondern ist einfach die rechtsextreme Strategie: Gegen den “Volksfeind” soll jedes Mittel recht sein und wenn die Lüge der “linksextremistischen Gewalt” verfängt, dann kann der Wahrheitsgehalt egal sein. Gegen ihre Lügen und ihre Hetze hatten wir in Schnellroda eine Demo, die laut, bestimmt und mit Inhalten (bspw. von der Antifaschistischen Herzigkeit oder vom Domstraße e.V.) gefüllt war. Wir wollen auf diesen Erfolg aufbauen und hoffen, mit euch zusammen dem “IfS” weiter den Raum zu nehmen, um es letztendlich dichtzumachen.

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